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	<title>Ansgarlange's Weblog</title>
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		<title>Am Ende bleibt nur die Einsamkeit – Isländischer Nachkriegsklassiker ist so frisch wie vor 60 Jahren</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 14:37:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[Indridi G. Thorsteinsson]]></category>
		<category><![CDATA[Taxi 79 ab Station]]></category>
		<category><![CDATA[Transit Verlag]]></category>

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		<description><![CDATA[In seltenen Momenten stellt sich pures Glück beim Lesen ein. Bei Indridi G. Thorsteinssons isländischem Nachkriegsklassiker mit dem ungewöhnlichen Titel „Taxi 79 ab Station“ ist dies der Fall. Der im Jahr 2000 verstorbene Autor, Vater des weltberühmten Kriminalschriftstellers Arnaldur Indridason, beschreibt in meisterhaft lakonischer Prosa eine Vielfalt an Themen, für die geschwätzigere Literaten ein paar [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=408&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In seltenen Momenten stellt sich pures Glück beim Lesen ein. Bei Indridi G. Thorsteinssons isländischem Nachkriegsklassiker mit dem ungewöhnlichen Titel „Taxi 79 ab Station“ ist dies der Fall. Der im Jahr 2000 verstorbene Autor, Vater des weltberühmten Kriminalschriftstellers Arnaldur Indridason, beschreibt in meisterhaft lakonischer Prosa eine Vielfalt an Themen, für die geschwätzigere Literaten ein paar hundert Seiten mehr benötigen. Es geht um den Gegensatz von Stadt und Land, Fremden und Einheimischen, Frau und Mann, Treue und Untreue und vor allem um Liebe, Begehren und sehr viel Alkohol. Traurig und dennoch zufrieden und beglückt schließt man das Buch nach zwei Stunden Lesezeit.</p>
<p>Woher stammt der ungewöhnliche Titel des 1955 erstmals erschienenen Romans? „Taxi 79 ab Station“ ist der Aufruf für den jungen Taxifahrer Ragnar Sigurdsson, wenn er in der Taxizentral von Reykjavik seine Schicht schiebt. Dort herrscht eine rauhe, aber herzliche Männergesellschaft. Ragnar führt ein freies, aber doch ein wenig eintöniges Leben. Er, der Junge vom Land, hat keine enge Bindung mehr an seine Eltern. Die Zeit zwischen zwei Fahrten vertreibt er sich mit einem Kollegen beim Schachspiel.</p>
<p>Doch eines Tages tritt das wahre Leben in sein tristes Dasein. Ragnar verliebt sich leidenschaftlich in die etwas ältere Gudridur Faxen, eine Art elegante Femme Fatale, dem der Naturbursche Ragnar mit Haut und Haaren verfällt. Gudridur, die ein Freund Ragnars als „Oberklassenhure“ tituliert, ist nicht frei. Sie ist mit einem reichen Geschäftsmann verheiratet, der nach einem Pferdetritt jedoch in einer dänischen Nervenheilanstalt lebt: „Ich hab ihn geheiratet, weil er Geld hatte. Ich habe ihn nicht geliebt und war froh, als er verrückt wurde und ich nicht mehr das Bett mit ihm teilen musste.“ Doch als er stirbt, will sich keine Freiheit einstellen. Die „Hure“ trauert um ihren Mann. Und das weitere Unglück nimmt seinen Lauf.</p>
<p>Denn am Wochenende kommt angeblich immer Gudridurs Mutter zu Besuch, so dass die Liebenden sich nur unter der Woche sehen können. Doch der unsterblich Verliebt muss feststellen, dass es noch einen weiteren Mann im Leben der Geliebten gibt, einen Amerikaner. Thorsteinsson, von den Rezensenten gebetsmühlenartig als isländischer Hemingway gepriesen – dabei verzichtet der Isländer auf jegliche Macho-Prosa -, spart nicht mit unterschwelliger Kritik an den amerikanischen Soldaten, die Ragnar und seine Kollegen als „Schnapsleichen“ oft zum Luftwaffenstützpunkt Keflavik fahren. </p>
<p>Ragnar verkraftet diese Enttäuschung nicht. Er kann nicht damit umgehen, dass seine Liebe von Anfang an auch auf Lug und Trug aufgebaut war. Am Ende bleibt nur die Einsamkeit. Der „Held“, der seine Traumfrau zu Anfang bei einer Autopanne kennengelernt hat, rast mit seinem klapprigen Fahrzeug in den Tod, auf dem Weg zu den Eltern auf dem Lande; in seinem Körper eine Menge Alkohol, in seinem Herzen einen Liebeskonflikt, der zu groß ist für den einfachen Jungen aus der Provinz, der in der Großstadt auf der Strecke bleibt. Gerne hätte man den beiden noch eine zweite Chance gegeben. Doch so sentimental ist der Autor nicht. Die eigene Melancholie kann der Leser anschließend mit Whisky oder „Brennevin“ – ganz so wie die trinkfesten und –freudigen Protagonisten des Romans &#8211; löschen. </p>
<p>Indridi G. Thorsteinsson: Taxi 79 ab Station. Transit Verlag: Berlin 2011. 117 S. 14,80 Euro, ISBN 9 – 783887 – 472474.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ansgarlange.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ansgarlange.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ansgarlange.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ansgarlange.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ansgarlange.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ansgarlange.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ansgarlange.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ansgarlange.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ansgarlange.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ansgarlange.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ansgarlange.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ansgarlange.wordpress.com/408/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ansgarlange.wordpress.com/408/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ansgarlange.wordpress.com/408/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=408&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Versoffen und verarmt, doch stärker und zeitloser als Hemingway</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 14:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[DVA]]></category>
		<category><![CDATA[Ernest Hemingway]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Yates]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhestörung]]></category>

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		<description><![CDATA[Richard Yates ist einer der größten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Richard Ford, Raymond Carver, Kurt Vonnegut oder Stewart O’Nan verehrten den Kollegen, der 1992 als Folge seiner Alkoholsucht starb. Auch wenn beispielsweise Ernest Hemingway, der vor rund 50 Jahren den Freitod suchte, zu Lebzeiten ungleich berühmter war als der versoffene und verarmte Yates, dürfte [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=405&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Richard Yates ist einer der größten amerikanischen Autoren des 20. Jahrhunderts. Richard Ford, Raymond Carver, Kurt Vonnegut oder Stewart O’Nan verehrten den Kollegen, der 1992 als Folge seiner Alkoholsucht starb. Auch wenn beispielsweise Ernest Hemingway, der vor rund 50 Jahren den Freitod suchte, zu Lebzeiten ungleich berühmter war als der versoffene und verarmte Yates, dürfte der literarische Stern des Autors von „Zeiten des Aufruhrs“ noch strahlen, wenn Hemingway vergessen ist. Yates hat auch den Lesern des Jahres 2011 noch etwas zu sagen, während Hemingways Macho-Masche schon etwas abgestanden riecht.</p>
<p>Manche Kritiker halten „Ruhestörung“ (1975) für eines der schwächeren Werke des 1926 in Yonkers, New York, geborenen Autors, der sich unter anderem als Dozent für Creative Writing und kurzzeitiger Redenschreiber für Robert Kennedy seinen Bourbon, pardon seine Brötchen verdiente. </p>
<p>John Wilder, der tragische Held des Romans, dessen Scheitern von Anfang an feststeht, ist ein verheirateter, 36-jähriger Familienvater und erfolgreicher Anzeigenverkäufer beim „American Scientist“. Doch der körperlich Kleinwüchsige fühlt sich zu Höherem berufen. Stattdessen landet er in der geschlossenen Psychiatrie des Bellevue Hospital. Die Schilderungen der Zustände in diesem Asyl für gewalttätige Männer gehört zu den bedrückendsten Passagen des Romans. Wilder verlässt das eigentlich perfekte Leben mit Frau und Kind sowie seinen lukrativen Job für eine vermeintliche Karriere beim Film. Die Anonymen Alkoholiker können ihn nicht wieder auf den rechten Pfad führen, genauso wenig wie die Hilfe eines Psychiaters. Der manische Säufer, Weiberheld und Berserker scheitert an sich selbst. Er, der alle Anlagen hat, um den „amerikanischen Traum“ zu leben, erlebt auf rund 300 Seiten einen rasanten Abstieg in die Hölle von Suff und geistiger Umnebelung.</p>
<p>Yates hat viele seiner schlechten Eigenschaften auf seinen Protagonisten übertragen. Auch er hat es Zeit seines Lebens nicht geschafft. Dafür hat er wunderbare Bücher hinterlassen, die in Deutschland erst sei einigen Jahren wiederentdeckt werden. Auch die Verfilmung seines Debütromans „Zeiten des Aufruhrs“ mit dem Titanic-Traumpaar Leonardo DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen war ein Erfolg. </p>
<p>Richard Yates: Ruhestörung. Deutsche Verlags-Anstalt: München 2010. 319 Seiten. 19,95 Euro. ISBN 978-3-421-04393-1. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ansgarlange.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ansgarlange.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ansgarlange.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ansgarlange.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ansgarlange.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ansgarlange.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ansgarlange.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ansgarlange.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ansgarlange.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ansgarlange.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ansgarlange.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ansgarlange.wordpress.com/405/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ansgarlange.wordpress.com/405/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ansgarlange.wordpress.com/405/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=405&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Milliardenmarkt Spedition und Logistik – Eine Momentaufnahme nach der Krise</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jan 2012 19:12:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Milliardenmarkt Spedition und Logistik Centomo Michael Zondler Personalexperte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die deutsche Wirtschaft trotzt (noch) der Staatsschulden- und Finanzkrise. Für 2012 rechnet das Institut der Deutschen Wirtschaft http://www.iwkoeln.de in Köln mit 1,25 Prozent Wachstum. Wie es wirklich kommen wird, weiß keiner. Der Blick in die Glaskugel ist mit vielen Fragezeichen behaftet. Die deutsche Logistikwirtschaft hat von der brummenden Wirtschaft insbesondere in 2010 und 2011 unzweifelhaft [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=401&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Wirtschaft trotzt (noch) der Staatsschulden- und Finanzkrise.  Für 2012 rechnet das Institut der Deutschen Wirtschaft http://www.iwkoeln.de in Köln mit 1,25 Prozent Wachstum. Wie es wirklich kommen wird, weiß keiner. Der Blick in die Glaskugel ist mit vielen Fragezeichen behaftet.</p>
<p>Die deutsche Logistikwirtschaft hat von der brummenden Wirtschaft insbesondere in 2010 und 2011 unzweifelhaft profitiert. So lag der Gesamtumsatz des Logistikmarktes in Europa im Jahre 2010 bei 930 Milliarden Euro &#8211; darunter Deutschland mit dem größten Anteil und einem Umsatzvolumen von 210 Milliarden Euro, Tendenz wachsend. In 2011 wird der Logistikmarkt in Deutschland auf insgesamt 220 Milliarden Euro geschätzt und selbst für 2012 wird ein Volumen von bis zu 230 Milliarden Euro für möglich gehalten. </p>
<p>Die Branche beschäftigt mehr als eine halbe Million Menschen. 60 Prozent der Betriebe verfügen über bis zu 50 Mitarbeiter, nur elf Prozent über mehr als 200 Beschäftigte. Selbst Großunternehmen der Speditionsbranche sind mit ihren Filialsystem dezentral organisiert. Insbesondere die regionalen Produktions- und Verbrauchsstrukturen prägen die Betriebsgrößen der Branche. </p>
<p>Der wirtschaftliche Erfolg der Speditionsbranche zeigt sich an der sinkenden Insolvenzquote. Sie sank im ersten Halbjahr 2011 um fast 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Aus Sicht des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes e.V. (DSLV) http://www.dslv.org ist das Marktpotenzial im Bereich der Kontraktlogistik besonders erfreulich. Ihr Marktvolumen ist in Europa seit 2008 von 370 bis heute auf 381 Milliarden Euro gestiegen. Davon wurde bislang erst ein Viertel, nämlich 95 Milliarden Euro, an Logistikdienstleister vergeben. „Es gibt also noch einiges zu tun für deutsche Speditions- und Logistikfirmen, von denen sich einige unter den Top 10 der weltweit größten Kontraktlogistiker bewegen“, so DSLV-Präsident Mathias Krage auf dem DSLV-Unternehmertag im November 2011 in Dresden.</p>
<p>Infrastruktur ist der Schlüssel zum Wohlstand</p>
<p>Krage wörtlich: „Vor diesem Hintergrund möchte ich wiederholt die hohe Bedeutung herausstreichen, die eine funktionierende Infrastruktur für den Wirtschaftsstandort Deutschland besitzt. Die Hauptproduktionsstandorte unserer Kernbranchen Automobil, Maschinen- und Anlagenbau sowie der chemischen Industrie liegen nach wie vor in Deutschland. Das ist so, weil diese Firmen hier eine Infrastruktur vorfinden, die es so auf der Welt kein zweites Mal gibt. Ich muss hinzufügen: noch. Denn einige der so genannten Schwellenländer sind dabei, in Riesenschritten aufzuholen. Wenn wir also weiterhin für deutsche und internationale Unternehmen als Wirtschaftsstandort attraktiv bleiben wollen, müssen wir uns bewusst machen, dass unsere Infrastruktur der Schlüssel zu unserem Wohlstand ist. Ein wertvolles Pfand, das wir nicht verspielen dürfen.“</p>
<p>Sollten die notwendigen Investitionen in Straßen, Schienen und Wasserstraßen nicht getätigt werden, könnte Deutschland auf einen massiven Verkehrskollaps zusteuern, warnen Branchenvertreter. Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums wächst das Transportaufkommen im Straßengüterverkehr bis zum Jahre 2025 um 55 Prozent und in der Verkehrsleistung sogar um 84 Prozent.<br />
Was Infrastruktur und Standortpolitik angeht, will es der DSLV nicht nur bei dem Ruf nach dem Staat belassen. Auch als Verband könne man einiges zur Entwicklung der Branche beitragen. Zu nennen sind hier die Aktivitäten des Vereins zur Förderung des Logistikstandortes Deutschland, zu dessen Gründungsmitgliedern der DSLV gehört. Der Verein hat bereits im letzten Jahr gemeinsam mit dem Bundesverkehrsministerium die „Logistics Alliance Germany (LAG)“ ins Leben gerufen. Zusammen mit vierzehn weiteren Mitgliedern und dem Bundesverkehrsministerium will man jährlich 1,2 Millionen Euro für Marketingzwecke bereitstellen. </p>
<p>Wesentliche Elemente darin sind die Organisation von Messen und Delegationsreisen ins Ausland. Gesamtstrategisch will man sich dabei vor allem auf die USA, Brasilien, die Türkei, China, Japan und Südkorea konzentrieren. Der Fokus wird  auf die besonders logistikrelevanten Branchen wie den Maschinenbau, die Fahrzeugproduktion, die Elektrotechnik, die Chemie sowie die Beförderung von Lebensmitteln und Textilprodukten gelegt. </p>
<p>Image der Branche muss verbessert werden</p>
<p>Weitere Aufgaben warten allerdings auch vor der heimischen Tür. Der Engpass beim Fachpersonal hat sich weiter verstärkt – und zwar nicht nur im Fahrerbereich. Betroffen sind alle Berufsbilder in der Logistik. </p>
<p>„Die Branche leidet inzwischen sehr unter einem Fachkräftemangel“, bestätigt der Personalexperte Michael Zondler, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Centomo http://www.centomo.de in Sindelfingen, im Gespräch mit der Zeitschrift Wirtschaftsbild (Spezial Logistikstandort Deutschland) http://www.wirtschaftsbild.de. „Unternehmen aus der Branche erhielten noch vor ca. zwei Jahren auf eine Stellenanzeige zwischen 100 und 150 Bewerbungen. Egal ob als Disponent, Schichtführer oder Call Center Agent, es gab kaum Unterschiede. Heute berichten uns diese Unternehmen, dass sie zum Teil unter zehn Bewerbungen auf ein Stellenangebot erhalten. Die Anzeigen in Tageszeitungen und Online Jobbörsen bleiben meistens erfolglos. Das Gleiche spielt sich in der unteren und mittleren Management-Ebene ab. Der Vertreter eines namhaften Logistikunternehmens berichtete mir vor kurzem von seiner Suche nach einem Niederlassungsleiter. Die Bewerbungen waren quantitativ und qualitativ so ‚bescheiden’, dass es größtenteils nicht mal zu Einladungen der Kandidaten gekommen ist.“<br />
Die Folge: Der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter wird härter“, sagt DSLV-Hautpgeschäftsführer Heiner Rogge. Probleme gibt es vor allem bei den Berufskraftfahrern, von denen ein gutes Drittel bereits älter als 50 Jahre ist. Neue Ausbildungsverhältnisse können den Bedarf bei weitem nicht decken. So kamen im Jahre 2010 lediglich etwas über 2.400 Ausbildungsverhältnisse zustande. Im kaufmännischen Bereich sieht es momentan zwar noch besser aus: Die Zahl an neu abgeschlossenen Verträgen ist im Jahre 2010 um knapp 19 Prozent auf etwa 5.200 gestiegen. Allerdings ist die Gesamtzahl der Ausbildungsverhältnisse in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Der Bedarf in den Firmen ist jedoch nach wie vor groß. Derzeit entfallen 64 Prozent der Ausbildungsberufe in der Spedition auf Kaufleute für Spedition und Logistikdienstleistung, 18 Prozent auf Fachkräfte für Lagerlogistik und Fachgaleristen, acht Prozent auf Berufskraftfahrer, sieben Prozent auf Bürokaufleute etc. Rund 70 Prozent aller Betriebe im DSLV bilden aus. </p>
<p>„Dieser Bedarf wird dazu führen, dass wir uns schon recht bald über eine Anpassung der Löhne unterhalten müssen, kombiniert mit weiteren Leistungen für unsere Fahrer wie Beiträge zur Gesundheitsvorsorge und zur attraktiveren Gestaltung des Arbeitsplatzes, durch z.B. flexiblere und familienfreundlichere Arbeitszeiten“, erläutert Krage. Und so hängt die Wettbewerbsfähigkeit der Branche von einer guten Infrastruktur, dem Einsatz modernster Technologie und gutem Fachpersonal ab. </p>
<p>Die Branche leide sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr in extremer Art und Weise unter Fahrermangel, ergänzt Personalexperte Zondler: „Im Bereich der Fahrer wird inzwischen sehr stark auf Personal aus den östlichen Ländern wie z.B. Polen zurückgegriffen. Des Weiteren mussten und müssen die Gehälter drastisch erhöht werden. Ein Fahrer ohne jegliche Ausbildung kann inzwischen ca. 2.400 EUR brutto plus Spesen sowie Fahrgeld verdienen.“</p>
<p>Das Image des Berufskraftfahrers habe sich in den letzten Jahren aufgrund der „schwierigen&#8220; Arbeitszeiten stark verschlechtert. Hier sieht der Centomo-Geschäftsführer für die Zukunft auch keine Verbesserung. Die jetzige und zukünftige Generation an Berufseinsteigern werde sich vermutlich nicht für dieses Berufsbild entscheiden. </p>
<p>Aktuell werden ca. 100.000 Berufskraftfahrer jährlich in Deutschland beschäftigt. 25.000 gehen in Ruhestand oder wechseln die Branche. Dagegen stehen ca. 5.000 bis 8.000 neue Auszubildende etc. „Im Bereich der Fachkräfte bin ich optimistisch, dass sich das wieder entspannen wird. Die Boomphase wird meines Erachtens nicht mehr lange anhalten, so dass hier wieder eine Verbesserung eintreten sollte“, so Zondler abschließend.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ansgarlange.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ansgarlange.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ansgarlange.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ansgarlange.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ansgarlange.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ansgarlange.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ansgarlange.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ansgarlange.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ansgarlange.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ansgarlange.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ansgarlange.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ansgarlange.wordpress.com/401/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ansgarlange.wordpress.com/401/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ansgarlange.wordpress.com/401/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=401&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Kein Krimi für die Badewanne &#8211; Verfilmung mit einer sehr erotischen Romy Schneider</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 13:54:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[Erotik und sexuelle „Abarten“ Romy Schneider Trio Infernal]]></category>

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		<description><![CDATA[„Le Trio Infernal“ ist ein französischer Filmklassiker aus dem Jahre 1974 mit einer sehr erotischen Romy Schneider. Als freizügige und mörderische Komplizin von Michel Piccoli in der Rolle des skrupellosen und gerissenen Rechtsanwalts Georges Sarret ließ sie ihr altes Sissi-Image weit hinter sich. Dass dieser damals als skandalös empfundene Film auf einem Kriminalroman beruhte, der [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=398&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Le Trio Infernal“ ist ein französischer Filmklassiker aus dem Jahre 1974 mit einer sehr erotischen Romy Schneider. Als freizügige und mörderische Komplizin von Michel Piccoli in der Rolle des skrupellosen und gerissenen Rechtsanwalts Georges Sarret ließ sie ihr altes Sissi-Image weit hinter sich. Dass dieser damals als skandalös empfundene Film auf einem Kriminalroman beruhte, der wiederum einen realen Fall zur Grundlage hatte, dürften die wenigsten wissen. Für den Düsseldorfer Lilienfeld Verlag wurde diese wahre Geschichte über die Gier nach Anerkennung, Luxus und gesellschaftlichen Aufstieg, die über Leichen geht, erstmals ins Deutsche übersetzt. Die Autorin Solange Fasquelle gehört zu den wichtigsten Persönlichkeiten des französischen Literaturbetriebs. Sie ließ anhand der Originalberichte aus der Zeit von 1918 bis 1934 das Treiben des luxussüchtigen und ausschweifenden Mördertrios wieder aufleben.</p>
<p>Im Film geht es vor allem um Erotik und sexuelle „Abarten“ als Kitt der Beziehung zwischen dem zynischen Anwalt Sarret, der ursprünglich griechischer Herkunft ist, und den beiden deutschen Schwestern Philomene und Catherine Schmidt, die in Frankreich Fuß fassen wollen. Dass für die Rolle der Catherine Schmidt ursprünglich Uschi Glas im Gespräch war, mag man sich heute kaum mehr vorstellen. An ihrer Stelle spielte die heute gänzlich unbekannte Mascha Gonska den Part der Catherine Schmidt.</p>
<p>Das Trio will nach oben, und da dies im ehrlichen Stil nicht möglich oder zu beschwerlich ist, begeht es Versicherungsbetrug im großen Stil. Leiche häuft sich auf Leiche, die Ansprüche und auch die Schulden wachsen, und am Ende werden der vermeintlich oberschlaue Advokat und seine nur scheinbar naiven deutschen Helferinnen immer unvorsichtiger. Am Ende muss nur einer unter die Guillotine, während zwei Mitglieder des Trios „nur“ hinter schwedische Gardinen wandern.</p>
<p>Während heutzutage ehrgeizige Politiker ein wenig bei der Doktorarbeit schummeln, um etwas mehr Glanz und Anerkennung zu ernten, beschreitet der Anwalt Sarret ganz andere Wege. Er, der „Neuerer auf dem Gebiet der Leichenbeseitigung“ mittels Schwefelsäure, geht mehrere Schritte weiter, um in der Politik überhaupt Karriere machen zu können, als „gebürtiger Grieche“, wie die Anklage später nicht zu erwähnen vergisst. Während er im Rahmen dieses mörderischen Dreigestirns über weite Strecken als der überlegene Organisator erscheint, der die naiven Dummchen aus Deutschland mühsam in die Spur bekommt, verkehren sich zum Schluss die Rollen. Fasquelle erzählt dies alles mit bewundernswerter Lakonie, die so meilenweit von der Geschwätzigkeit heutiger Krimis entfernt ist, dass man vor Dankbarkeit auf die Knie sinken will. </p>
<p>Wahrscheinlich ist nie spannender über das dröge Thema Versicherungsbetrug geschrieben worden. Nicht nur diejenigen, die den Filmklassiker „Le Trio infernal“ mit der bezaubernden Romy Schneider in Verbindung bringen, sollten diesen schwarzen Klassiker der Kriminalliteratur unbedingt kaufen. Eine ganz heiße Empfehlung. Vielleicht sollte man das Büchlein nur nicht in der Badewanne lesen – wegen der Gedanken an die zersetzende Wirkung von Schwefelsäure.</p>
<p>Solange Fasquelle: Trio Infernal. Lilienfeld Verlag: Düsseldorf 2010. 192 Seiten, 19,90 Euro. ISBN 978-3-940357-20-5.</p>
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		<title>Tiefer Blick in menschliche Abgründe &#8211; Pete Dexters Meisterwerk &#8222;Paris Trout&#8220;</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 19:40:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[Paris Trout eingeschworener Rassist National Book Award]]></category>

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		<description><![CDATA[Pete Dexter hat mit seinem tiefschwarzen Kriminalroman „Paris Trout“ ein brillantes Gesellschaftspanorama der Vereinigten Staaten der 1950er Jahre und ein in seiner brutalen Ausweglosigkeit und stilistischen Schönheit wegweisendes Buch vorgelegt. Während man sonst oft die Protagonisten eines Romans quasi beim Zuklappen der Buchdeckel bereits wieder vergessen hat, brennen sich die Akteure dieses grandiosen Meisterwerks tief [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=395&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pete Dexter hat mit seinem tiefschwarzen Kriminalroman „Paris Trout“ ein brillantes Gesellschaftspanorama der Vereinigten Staaten der 1950er Jahre und ein in seiner brutalen Ausweglosigkeit und stilistischen Schönheit wegweisendes Buch vorgelegt. Während man sonst oft die Protagonisten eines Romans quasi beim Zuklappen der Buchdeckel bereits wieder vergessen hat, brennen sich die Akteure dieses grandiosen Meisterwerks tief ins Gedächtnis ein. „Paris Trout“ wurde 1988 mit dem National Book Award ausgezeichnet. Es war höchste Zeit, dass das Buch nun auch in deutscher Übersetzung als Taschenbuch vorliegt. </p>
<p>Wer ist der Autor? Pete Dexter wurde 1943 in Pontiac / Michigan geboren und ist ein amerikanischer Romanschriftsteller und Drehbuchautor. Zunächst arbeitete er einige Jahre als Journalist. Anfangs schrieb er für die Palm Beach Post in West Palm Beach (Florida), die er jedoch 1972 verließ, weil der Herausgeber die Redaktion zwang, bei den bevorstehenden Präsidentenwahlen Richard Nixon zu unterstützen. Als Dexter 1981 in Philadelphia in eine Schlägerei wegen eines Zeitungsartikels geriet und schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde, sattelte er vom Journalismus auf den Beruf eines freien Schriftstellers um.</p>
<p>Ein Rezensent hat den Inhalt dieses Schmökers, den man von der ersten bis zur letzten Seite nicht aus der Hand geben will, treffend mit folgenden Worten umschrieben: „Wer eine Ahnung bekommen will, welche Distanz die USA von Anfang der fünfziger Jahre bis zu einem farbigen Präsidentschaftskandidaten zurückgelegt haben, der muss Pete Dexter lesen.“ </p>
<p>Der „Held“ des Romans ist der schwerreiche Ladenbesitzer und Kredithai Paris Trout, der in dem Kaff Cotton Point in Georgia ein ziemlich eigenbrötlerisches Leben führt. Die Geschichte fängt langsam an. Ein armes 14-jähriges schwarzes Mädchen wird von einem tollwütigen Fuchs gebissen und anschließend von Paris Trouts Frau aus Mitleid und gegen den Willen ihres Mannes in ein Krankenhaus gebracht. Als Paris Trout später gemeinsam mit einem brutalen Schläger und Ex-Polizist Geld bei einer Familie eintreiben will, bei der das Mädchen Unterschlupf gefunden hat, kommt es zur Katastrophe. Paris Trout, ein Mann, der an „Neger“ Geld verleiht, keine Steuern zahlt und ein eingeschworener Rassist ist, erschießt aus blankem Hass das Mädchen und verletzt dessen zeitweilige Pflegemutter schwer.</p>
<p>Ein schwächerer Schriftsteller konnte nun eine vorhersehbare Geschichte abspulen mit einem unverbesserlichen Rassisten als Täter und vielleicht einem positiven Helden, der das Ganze dann doch noch zum Guten wendet. Doch Dexter ist ein starker Autor, dem sogar das Kunststück gelingt, dass man Mitleid empfindet mit diesem eigentlich widerlichen Mörder, der nicht zu seiner Schuld stehen will und von unerschütterlicher Selbstgerechtigkeit ist. Am Ende des Buches läuft Paris Trout ein Blutbad an und metzelt all diejenigen Menschen dahin, von denen er sich verraten fühlt. Selbst seine in einem Pflegeheim verdämmernde Mutter wird zum Opfer seiner Verblendung: „Er sah seine Mutter an, sie schaute ihn an. Er legte die Mündung der 45er an ihren Kopf. ‚Ich beende meine Beziehung zu allem, was war’, sagte er.“ Lakonischer und bedrückender kann man keinen Muttermord schildern. </p>
<p>Paris Trout ist nicht nur Täter, er ist auch Opfer, nämlich ein Opfer der Vorurteile und rassistischen Einstellungen seiner Zeit und letztlich ein Opfer seines eigenen Wahns. Er behandelt seine schöne Frau wie ein Schwein, zwingt sie täglich zum Geschlechtsverkehr und ertränkt sie fast in ihrer Badewanne. Es gibt Szenen in diesem Roman, die man nur mit Überwindung lesen kann. Und doch fühlt diese geschundene Frau Hanna mit Paris Trout, als dieser kurz vor seinem in einem Amokrausch endenden Abgang von einigen Mitgliedern der Dorfgemeinschaft erniedrigt und verhöhnt wird. </p>
<p>Dexters Helden sind nicht ganz schwarz und nicht ganz weiß, und auch diejenigen, die sich gegen das von Paris Trout begangene Unrecht stemmen, sind nicht frei von Fehlern. Pete Dexter schildert keine „gute alte Zeit“, auch wenn man manchmal den Eindruck hat, das Geschehen müsse schon mindestens ein Jahrhundert zurückliegen. Doch die Melange aus Waffennarrentum, Rassismus und staatsfeindlichen Gesinnung findet man auch noch im Amerika des 21. Jahrhunderts. Es ist kein Zufall, dass die blutigen Schüsse am Rande eines Kostümfestes fallen, mit denen die braven Bürger von Cotton Point in historischer Aufmachung den Beginn ihrer amerikanischen Demokratie feiern. Doch auch wenn das Beschriebene schrecklich und unausweichlich ist, liest man diesen äußerst spannenden 400-seitigen Roman durchaus streckenweise mit Vergnügen und atemloser Aufmerksamkeit.<br />
Pete Dexter: Paris Trout. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag 2010. 416 S. 9,95 Euro. ISBN 978-3-596-18581-8. </p>
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		<item>
		<title>Glücksspielkonferenz in Schleswig-Holstein setzt Maßstäbe in Sachen Transparenz – Über 200 internationale Gäste diskutieren mit Branchenvertretern, Juristen, Politikern und Suchtexperten über das neue Gesetz – Industrie ist „heiß“ auf den „kühlen“ Norden</title>
		<link>http://ansgarlange.wordpress.com/2012/01/18/glucksspielkonferenz-in-schleswig-holstein-setzt-masstabe-in-sachen-transparenz-uber-200-internationale-gaste-diskutieren-mit-branchenvertretern-juristen-politikern-und-suchtexperten-uber/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 12:30:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Glücksspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Wulf Hambach Pokerstars.de Glücksspiel Regulierung Kubicki Arp]]></category>

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		<description><![CDATA[Schleswig-Holstein wird zum Magneten für die internationale Glücksspiel- und Wettanbieterbranche. Diesen Eindruck vermittelte zumindest die Glücksspielrechtskonferenz am 16. Januar in Norderstedt bei Hamburg, zu der über 200 Gäste aus dem In- und Ausland angereist waren. „Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das Online-Glücksspiele zulässt – aber unter strengen Auflagen und Bedingungen“, sagte der internationale Glücksspielrechtsexperte Dr. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=391&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schleswig-Holstein wird zum Magneten für die internationale Glücksspiel- und Wettanbieterbranche. Diesen Eindruck vermittelte zumindest die Glücksspielrechtskonferenz am 16. Januar in Norderstedt bei Hamburg, zu der über 200 Gäste aus dem In- und Ausland angereist waren. „Schleswig-Holstein ist das erste Bundesland, das Online-Glücksspiele zulässt – aber unter strengen Auflagen und Bedingungen“, sagte der internationale Glücksspielrechtsexperte Dr. Wulf Hambach gegenüber der Tagesschau http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1045290.html.<br />
Sven Stiel, Director North Europe bei Pokerstars.de http://www.pokerstars.de, bezeichnete das nördlichste deutsche Bundesland sogar als „gallisches Dorf“ in Deutschland. Sein Unternehmen freue sich auf den Lizenzierungsprozess in Schleswig-Holstein und sehe der Zukunft optimistisch entgegen.</p>
<p>Matthias Dahms, Geschäftsführer der Jaxx AG http://www.jaxx.com, bestätigte bei der abschließenden Podiumsdiskussion diese Sichtweise. Der „frische Wind aus dem Norden“ führe offenkundig zu „klaren Gedanken“. Sein Unternehmen, das einst quasi aus Schleswig-Holstein aufgrund restriktiver gesetzlicher Bestimmungen „vertrieben“ worden war, werde jedenfalls gern wieder in die alte Heimat zurückkehren. Dahms hofft, dass über das liberale Modell zur Glücksspielregulierung aus Schleswig-Holstein das monopolistische System in den übrigen 15 Bundesländern ausgehebelt werde. Er geht fest davon aus, dass auch eine eventuell neue Landesregierung in Kiel nichts an diesem Rechtsrahmen ändern werde, der „Rechtssicherheit und Rechtsklarheit“ geschaffen habe, so Dr. Wulf Hambach. Hambach, Gründungspartner von Hambach &amp; Hambach in München http://www.timelaw.de war neben Dr. Jörg Hofmann (Melchers Heidelberg) http://www.melchers-law.com einer der Organisatoren der Veranstaltung. Beide zählen zu den wenigen international sehr angesehenen Glücksspielrechtsexperten aus Deutschland, die auch über eine ausgewiesene Marktkenntnis verfügen.</p>
<p>Faire Diskussion setzt Maßstäbe für Deutschland</p>
<p>Dass sich die Branche nach all den Rückschlägen der vergangenen Jahre zuversichtlich zeigte, mag angesichts der frischen Brise aus Schleswig-Holstein vielleicht nicht überraschen. Schließlich hatte der Landtag in Kiel im Alleingang beschlossen, das Glücksspiel zu liberalisieren und zu regulieren, um Schwarzmarkt und Spielsucht wirksamer bekämpfen zu können. Im März 2012 sollen die ersten Lizenzen vergeben werden. Angeblich stehen schon rund 80 Glücksspielanbieter in den Startlöchern und haben Anfragen an das zuständige Innenministerium gestellt. Was vielleicht eher überrascht, ist das durchaus positive erste Medienecho. Laut NDR sind die Wettanbieter „heiß aus Lizenzen“. Und selbst in der kritischen tageszeitung http://www.taz.de/Zockerlizenzen-in-Schleswig-Holstein/!85802/ war ein bemerkenswert fairer Bericht über die Tagung zu lesen. Dass in Norderstedt in deutscher, englischer und italienischer Sprache sehr ernsthaft mit Vertretern der Industrie, der Politik, mit Juristen, Suchtexperten und anderen über das Thema Glücksspiel gesprochen wurde – und zwar ohne ideologische Scheuklappen und sehr transparent – dürfte zumindest in Deutschland Maßstäbe gesetzt haben.<br />
Der ehemalige Leiter des Arbeitsbereiches Verhaltenstherapie an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, Professor Dr. Iver Hand, begrüßte ausdrücklich, dass in Norderstedt der erfolgreiche Versuch unternommen wurde, das Thema zu entideologisieren und gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. In den anderen Bundesländern, so das Fazit vieler Teilnehmer, wird zwar über die Branche gesprochen – aber nicht mit ihr. Laut Hofmann hat in Schleswig-Holstein insbesondere Regierungsdirektor Guido Schlütz als „Regulator“ Maßstäbe gesetzt, dem im schleswig-holsteinischen Innenministerium die Glücksspielaufsicht obliegt. Schlütz hatte es sich denn auch nicht nehmen lassen, an der gesamten Veranstaltung teilzunehmen und immer wieder geduldig Rede und Antwort zu stehen. </p>
<p>Der „Paradigmenwechsel“ (Wulf Hambach) in Schleswig-Holstein hat bei den Glücksspiel-Anbietern  zu einer regelrechten „Goldgräberstimmung“ geführt, so der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag http://www.shz.de. Die Kieler Presse zitiert einen der „Väter“ – neben FDP-Frontmann Wolfgang Kubicki – des neuen Gesetzes, nämlich den stellvertretenden CDU-Landtagsfraktionsvorsitzenden Hans-Jörn Arp. Dieser erwartet für sein Land jährlich 60 Millionen Euro Steuereinnahmen und mehrere hundert Arbeitsplätze. </p>
<p>Auch für Hambach ist das Gesetz, das allen qualifizierten Anbietern den Marktzugang eröffnet, „faktisch in trockenen Tüchern“. Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes arbeite das schleswig-holsteinische Innenministerium noch an zwei Rechtsverordnungen, die die Zulassung und Überwachung von Glücksspielanbietern konkretisieren.</p>
<p>Professor König: Die L 15 verschließen die Augen vor der Wirklichkeit</p>
<p>Diejenigen Glücksspielanbieter, die in Schleswig-Holstein investieren wollen, bewegen sich jedenfalls auf juristisch sicherem Boden, wie Professor Dr. Christian König http://www.profkoenig.de, Direktor am Zentrum für Europäische Integrationsforschung, in seinem Eröffnungsvortrag deutlich machte. Sein Fazit „eines nordseefernen Rheinländers“ lautete: Das Kieler Glücksspielgesetz steht – im Gegensatz zu den Vorstellungen der anderen 15 Ländern – nach dem bestandenen Kohärenz-TÜV der Kommission „als EU-rechtskonformes Leuchtfeuer auch bei stürmischer Nordsee navigationstauglich und regulatorisch gut da“. Während sich Schleswig-Holstein dem sog. dänischen Regulierungsmodell angeschlossen habe, das die offene Konzessionierung von (Online-) Sportwetten-, Poker- und Online-Casinospielen ohne Bankhalter mit einem Abgabensatz von 20 Prozent auf den Rohertrag belege und beim Spielerschutz regulatorisch ansetzt und sich damit den Gefahren des Grau- bzw. Schwarzmarktes wirksam entgegenstellt, verschlössen die „L 15“ die Augen vor der Wirklichkeit und beabsichtigen bisher – ohne Rücksicht auf das Unionsrecht – weiterhin am Glücksspielmonopol für Sportwetten festzuhalten. Nur das schleswig-holsteinische Modell setze auf den mündigen, nicht auf den bevormundeten Bürger und kanalisiere den Spieltrieb in geordnete Bahnen, ergänzte Rechtsexperte Hambach. </p>
<p>Selbst Kritiker des Glücksspiels, das nun einmal zu unserer Lebenswirklichkeit gehört (schließlich lassen sich auch Alkohol, Tabak etc. nicht einfach „verbieten“), dürfte das von Regierungsdirektor Schlütz vorgestellte Modell eines Safe Server überzeugen. Hierunter versteht man ein technisches Kontrollsystem, eine Art „Fahrtenschreiber“ der Glücksspielanbieter. Auf dem Safe Server – dem „Herzstück der Regulierung“ werden Daten für 36 Monate gesperrt. Diese Daten können im Nachhinein nicht gefälscht werden. Der Server wird in Schleswig-Holstein stehen. Zugriff hat ausschließlich die Aufsichtsbehörde. Dies markiert einen wichtigen Unterschied zum dänischen Modell, denn nach dem Kieler Muster werden die Daten verschlüsselt und können nur von der Glücksspielaufsicht eingesehen werden.</p>
<p>Safe Server: Das „Herzstück“ der Regulierung</p>
<p>Viele Sportwettenanbieter stellen sich trotz der transparenten Art der Information auf der Veranstaltung in der „Tribüne“ Norderstedt die Frage, ob sie nun auch rechtlich nichts mehr zu befürchten haben und auch nach eigenem Gusto werben dürfen. Hierzu erklärte Dr. Hambach gegenüber dem Magazin Sponsors http://www.sponsors.de: „Aus strafrechtlicher Sicht ist nichts zu befürchten. Allerdings kommt es auch immer etwas auf die Einstellung der einzelnen Landesregierungen und Kommunen an. Manche wollen ja scheinbar immer noch nicht wahrhaben, dass eine neue Zeit angebrochen ist. Ich denke aber schon, dass sich die Kommunen wie in Kiel für das Geld entscheiden und den Sportwettenanbietern keine Steine in den Weg legen werden. Darüber hinaus fürchten die Kommunen, wie zuletzt die Stadt Gelsenkirchen bei einem unwiderrechtlich ausgesprochenen Werbeverbot, Schadensersatzforderungen. Auf Schalke hat es deshalb kürzlich eine Werbung für Sportwetten gegeben, die durch die Stadt Gelsenkirchen nicht verboten wurde, obwohl die Bezirksregierung Düsseldorf dies so angeordnet hatte.“</p>
<p>Matthias Dahms von der Jaxx AG äußerte am Ende der Veranstaltung zumindest die Hoffnung, dass sich die anderen Bundesländer ein Vorbild an der Glücksspielrechtskonferenz vom 16. Januar nehmen und gemeinsam mit der Industrie aus dem In- und Ausland, mit Suchtexperten und den Regulierungsbehörden nach dem besten Weg suchen werden. Wer weiß, vielleicht orientieren sich die L 15 dereinst doch an dem schleswig-holsteinischen Modell, wenn dies erste Früchte trägt. Dr. Hambach erinnerte zu Recht daran, dass auch die Kieler Opposition in den diversen Landtagsanhörungen immer wieder davor gewarnt habe, dass die Anbieter nicht aus ihren Steueroasen hervorkommen würden, auch wenn man im Norden im Alleingang liberalisieren würde. „Norderstedt“ sollte die Kritiker des Weges, den von Seiten der Regierungsfraktionen insbesondere die Herren Arp und Kubicki mutig beschritten haben, eines Besseren belehren.</p>
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		<item>
		<title>Nord SPD spielt absurdes Theater &#8211; Doppelmoral und Parteiräson bestimmen die Haltung der Genossen zum Glücksspiel</title>
		<link>http://ansgarlange.wordpress.com/2012/01/12/nord-spd-spielt-absurdes-theater-doppelmoral-und-parteirason-bestimmen-die-haltung-der-genossen-zum-glucksspiel/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 15:57:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Glücksspiel Dr. Wulf Hambach Timelaw Schleswig-Holstein]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Rücktritt mit Geschmäckle: Nach der Baasch-Affäre beim VfB Lübeck nahm der Landtagsabgeordnete Wolfgang Baasch (SPD) &#8211; auf Drängen des Vorstandes des VfB Lübeck &#8211; vor Weihnachten seinen Hut als Aufsichtsrat. Hintergrund: Mitte Dezember hatte FDP-Frontmann Wolfgang Kubicki Baasch scharf dafür angegriffen, zum einen Mitinitiator des PokerStars-Deals zu sein, jedoch öffentlich diesen Deal aus parteipolitischen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=388&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Rücktritt mit Geschmäckle: Nach der Baasch-Affäre beim VfB Lübeck nahm der Landtagsabgeordnete Wolfgang Baasch (SPD) &#8211; auf Drängen des Vorstandes des VfB Lübeck &#8211; vor Weihnachten seinen Hut als Aufsichtsrat. Hintergrund: Mitte Dezember hatte FDP-Frontmann Wolfgang Kubicki Baasch scharf dafür angegriffen, zum einen Mitinitiator des PokerStars-Deals zu sein, jedoch öffentlich diesen Deal aus parteipolitischen Gründen zu kritisieren (http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/s-h_magazin/media/shmag13253.html). Mit seinem unfreiwilligen Rücktritt beim VfB Lübeck folgt der &#8222;treue Parteisoldat&#8220; der praxisuntauglichen Linie der SPD im hohen Norden, die für sich in Fragen der Glücksspielregelung eine höhere Moral verbuchen möchte.</p>
<p> Doch damit ist das Problem, dass die schleswig-holsteinischen Sozialdemokraten das komplexe Thema Glücksspiel mit einer Mischung aus Doppelmoral und Parteisoldatentum begleiten, noch lange nicht gelöst. Während Baasch beim Spagat zwischen Parteiräson und Wirtschaftsinteressen scheiterte, bekennt sich sein Parteigenosse Thorsten Albig weiter zur Zweigleisigkeit, schreibt das Pinneberger Tageblatt (http://www.pinneberger-tageblatt.de): &#8222;Als Oberbürgermeister Kiels buhlt er um das Geld der Wettanbieter für die Kieler Woche. Als SPD-Spitzenkandidat kündigt er jedoch an, nach einem Wahlsieg das schwarz-gelbe Glückspielgesetz wieder zu kippen. Öffentlich verteufelt er das Angebot von Glücksspiel und Online-Wetten, da diese nach Ansicht der SPD Geldwäsche, Prostitution und er Kriminalität allgemein Vorschub leisteten.&#8220; Was für Kiel gut ist, soll dem Land insgesamt schaden? Diese seltsame Unterscheidung zwischen kommunaler und Landessicht dürfte von geringer Überzeugungskraft sein.  </p>
<p>Beim Volk scheint diese Zweigleisigkeit der Sozialdemokraten jedenfalls nicht gut anzukommen. &#8222;Das ist eine ziemlich absurde Aktion des Genossen Baasch&#8220;, so ein Leserkommentar bei der Internetzeitung HL-Live aus Lübeck (http://www.hl-live.de). In seiner Funktion als Aufsichtsrat kontrolliere er das Management des Vereins. Inwiefern diese Kontrollfunktion nicht vereinbar mit seiner falschen Position zum modernen Glücksspielgesetz der Landesregierung sei, bleibe völlig unklar. &#8222;Kann Herr Baasch den Verein nicht mehr kontrollieren, weil er die Entscheidung für einen bestimmten Sponsor falsch findet?&#8220; fragt der Leser. &#8222;Mir scheint es so, als würde Herr Baasch den VfB missbrauchen, um seiner politischen Meinung mehr Nachdruck verleihen zu können. Er benutzt den Verein als politischen Spielball. Die Abwehrkämpfe der Möchtegern-Sittenwächter von der SPD gegen das moderne Glückssielgesetz der Landesregierung nehmen absurde Züge an. Die SPD sollte sich einfach mal im Internet umgucken, das für die meisten Genossen wohl noch immer unbekanntes, neumodisches Terrain ist. (&#8230;) Es ist begrüßenswert, dass unsere Landesregierung hier die Realität anerkennt und als erste Landesregierung ein modernes Glücksspiel auf Weg gebracht hat, das den Markt ordnet, ohne tausende und abertausende harmlose Glücksspieler zu kriminalisieren. Während sich FDP und CDU fortschrittlich zeigen, demonstrieren die angeblich so &#8216;progressiven&#8217; Tugendwächter von Grünen, Linken und insbesondere die SPD um Mullah Baasch, dass sie in Bezug auf Glücksspiel eher den Taliban nahe stehen.&#8220;</p>
<p>Harter Tobak, doch die plötzlichen &#8222;Gewissensbisse&#8220; des Landtagsabgeordneten, der wegen &#8222;übergeordneter&#8220; Parteiinteressen Geld ablehnt, das der VfB Lübeck dringend braucht, dürfte bei vielen Anhängern des Vereins für Kopfschütteln sorgen. Dass er auch in Zukunft den Verein unterstützen wolle und im Herzen ein &#8222;Grün-Weißer&#8220; bleibe, dürften einige als Drohung, andere als absurdes Theater auffassen &#8211; zumal der Vereinsvorstand den Aufsichtsrat nach eigenen Angaben rechtzeitig über die Kontaktaufnahme und alle Verhandlungsschritte mit dem neuen Hauptsponsor informiert hat.</p>
<p>Die schleswig-holsteinische Landesregierung ist sich derweil sicher, dass das eigene, mit schwarz-gelber Mehrheit beschlossene Gesetz zur Neuregelung des Glücksspielwesens ökonomisch geboten und juristisch hieb- und stichfest ist. Überdies zeigte sich Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur kompromissbereit. Für den unwahrscheinlich Fall, dass die EU den Entwurf der anderen 15 Länder für einen neuen Staatsvertrag billigen sollte, sagte der Politiker: &#8222;Dann wäre ich bereit, mit den Fraktionen im Landtag Gespräche über unser Gesetz und eine mögliche Einigung aller Länder zu führen. Ich habe allerdings erhebliche Zweifel daran, dass Brüssel den Staatsvertrag der anderen Länder so bestätigen wird.&#8220;</p>
<p>Der Rechtsexperte Dr. Wulf Hambach (http://www.timelaw.de bekräftigt diese Sichtweise. Nach seiner Meinung setzen die 15 Bundesländer eindeutig aufs falsche Pferd. Gegenüber der Lausitzer Rundschau (http://www.lr-online.de) kritisierte Hambach  unter anderem die willkürliche Festlegung der zu vergebenden Lizenzen. Warum sollten 20 Wettlizenzen ausreichen, wenn in Dänemark mit seinen etwas mehr als fünf Millionen Einwohnern in diesem Jahr knapp 70 Lizenzanträge für den ab 2012 geöffneten Markt eingingen, fragt der Jurist. &#8222;Ich bin überzeugt, dass der 21. Bewerber klagen wird&#8220;, meint auch der Kieler Ministerpräsident. Dann werde es eine normative Kraft des Faktischen durch ein Gerichtsurteil geben. Das Kieler Gesetz sei hingegen von der EU bereits akzeptiert worden: &#8222;Unser Gesetz wird nicht vor Gericht kommen, denn es ist EU-konform.&#8220; Carstensen machte gegenüber der Presse deutlich, dass aus seiner Sicht das Kieler Gesetz die Richtschnur für eventuelle Gespräche über eine Einigung aller Länder sein müsste.</p>
<p>Der Sport im Norden wird vom schleswig-holsteinischen Alleingang auf jeden Fall profitieren. Das neue Gesetz, dass am 1. Januar 2012 in Kraft trat, hält zwar am staatlichen Lottomonopol fest, öffnet den Markt aber in unbegrenzter Anzahl privaten Anbietern von Online-Sportwetten und Online-Poker. Außerdem werden auch Online-Casinospiele möglich. Gegenüber der Lausitzer Rundschau wagte Rechtsexperte Hambach die Prognose, dass binnen fünf Jahren auch die anderen Länder, die sich noch bockbeinig zeigen, schrittweise der Regelung in Schleswig-Holstein annähern &#8211; wenn sie nicht schon eine Stellungnahme der EU-Kommission in diesem Jahr dazu zwingt, auf dem harten Boden der Realität zu landen und nicht weiter moralische Wunschschlösser zu bauen. </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ansgarlange.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ansgarlange.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ansgarlange.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ansgarlange.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ansgarlange.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ansgarlange.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ansgarlange.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ansgarlange.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ansgarlange.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ansgarlange.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ansgarlange.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ansgarlange.wordpress.com/388/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ansgarlange.wordpress.com/388/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ansgarlange.wordpress.com/388/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=388&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>FDP als Karrierehemmnis? – Jobsuchende bekennen sich immer seltener zu den Liberalen</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 15:52:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Personalbranche]]></category>
		<category><![CDATA[Centomo Michael Zondler FDP Karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Centomo Michael Zondler Singelfingen Personalberater FDP Karriere]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen. Dieses Sprichwort erlebt die FDP zurzeit am eigenen Leibe. Nach einem Bericht der Berliner Zeitung Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de grenzen sich immer mehr Menschen, die beruflichen Erfolg haben wollen, von den Liberalen ab. Insbesondere Bewerber schämen sich augenscheinlich für ihre (frühere) FDP-Nähe. „Ich beobachte in letzter Zeit [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=384&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer den Schaden hat, muss für den Spott nicht sorgen. Dieses Sprichwort erlebt die FDP zurzeit am eigenen Leibe. Nach einem Bericht der Berliner Zeitung Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.de grenzen sich immer mehr Menschen, die beruflichen Erfolg haben wollen, von den Liberalen ab. Insbesondere Bewerber schämen sich augenscheinlich für ihre (frühere) FDP-Nähe. „Ich beobachte in letzter Zeit häufig, dass Bewerber ihr FDP-Engagement aus Online-Job-Profilen wie Xing und LinkedIn löschen“, sagt ein Berliner Personalberater. Mit der FDP hätten sich insbesondere junge Manager in den Jahren 2006 bis 2009 identifiziert. „Häufig stand das unter Interessen: Laufen, guter Wein und die FDP“.</p>
<p>„Dass man sich für die Berliner Chaotentruppe, die Regierungsarbeit mit einem Selbstfindungstrip verwechselt, schämen kann, ist durchaus nachvollziehbar. Für mein Unternehmen hat die Parteizugehörigkeit von Bewerbern allerdings nie eine positive oder negative Rolle gespielt, es sei denn, Bewerber bekennen sich offen zu Parteien, die nicht auf dem Boden unserer Verfassung stehen. Ich greife mal willkürlich auf unsere aktuellen Vakanzen zurück: Ob  ein Strategischer Einkäufer für professionelle Dienstleistungen, ein Senior System Engineer, ein Entwickler Steuergeräte oder ein Technical Project Manager der CDU, der SPD, der FDP oder den Grünen zuneigt, ist seine Privatsache und uns als Personalberater herzlich egal. Von einem Chefarzt erwartet man ja auch, dass er am OP-Tisch einen professionellen Job macht. Ob er seiner Freizeit Goethe liest, Yoga macht oder sich bei der FDP engagiert, interessiert nur am Rande“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Sindelfinger Personalberatungsunternehmens Centomo http://www.centomo.de.</p>
<p>Wichtiger sei es, auf einen guten Ruf im Netz zu achten. Wie CIO Online http://www.cio.de unter Berufung auf eine Studie zum Thema Online-Reputation von Reputeer http://www.reputeer.de berichtet, sollen allein in Deutschland im Oktober  21 Millionen Menschen aktiv das soziale Netzwerk Facebook genutzt haben. „Auch wer sich im realen Leben eine hohe Reputation erworben hat, hat keine Garantie auf eine einwandfreie Reputation im Internet und muss dafür Sorge tragen, dass der gute Ruf im Netz widergespiegelt wird“, schreibt Reputeer-Geschäftsführerin Melanie Vogelbacher. 86 Prozent der befragten Personalberater gaben in der Studie an, dass sie inzwischen Online-Recherchen über Bewerber durchführen. 62 Prozent finden, dass sich ein guter Online-Ruf positiv auf die Karrierechancen von Bewerbern auswirkt.  </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/ansgarlange.wordpress.com/384/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/ansgarlange.wordpress.com/384/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/ansgarlange.wordpress.com/384/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/ansgarlange.wordpress.com/384/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/ansgarlange.wordpress.com/384/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/ansgarlange.wordpress.com/384/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/ansgarlange.wordpress.com/384/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/ansgarlange.wordpress.com/384/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/ansgarlange.wordpress.com/384/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/ansgarlange.wordpress.com/384/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/ansgarlange.wordpress.com/384/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/ansgarlange.wordpress.com/384/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/ansgarlange.wordpress.com/384/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/ansgarlange.wordpress.com/384/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=384&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Deutschland weiterhin das gallische Dorf in der Glücksspiellandschaft</title>
		<link>http://ansgarlange.wordpress.com/2010/06/24/deutschland-weiterhin-das-gallische-dorf-in-der-glucksspiellandschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Jun 2010 22:14:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wetten]]></category>

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		<description><![CDATA[Kiel, Juni 2010 – Als Boris Becker sich vor 25 Jahren anschickte, in Wimbledon das bedeutendste Tennisturnier der Welt zu gewinnen, hatte der damals 17-Jährige schon eine ansehnliche Karriere als Jugendspieler hinter sich. Unterstützt von der Deutschen Sporthilfe und der Nachwuchsförderung auf Verbandsebene finden Talente nach wie vor den Weg an die Spitze ihrer Disziplin. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=295&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kiel, Juni 2010 – Als Boris Becker sich vor 25 Jahren anschickte, in Wimbledon das bedeutendste Tennisturnier der Welt zu gewinnen, hatte der damals 17-Jährige schon eine ansehnliche Karriere als Jugendspieler hinter sich. Unterstützt von der Deutschen Sporthilfe und der Nachwuchsförderung auf Verbandsebene finden Talente nach wie vor den Weg an die Spitze ihrer Disziplin. Mit einer Reform des Glücksspielstaatsvertrages könnten die finanziellen Mittel für die Breitensportförderung, die Sporthilfe, aber auch für Sozialverbände und deren Projekte langfristig gesteigert werden. Das Land Schleswig-Holstein hat mit seiner Gesetzesinitiative für einen neuen Glücksspielstaatsvertrag der realitätsfernen und ökonomisch unsinnigen derzeitigen Regelung, die vor allem die Soziallotterien benachteiligt, den Kampf angesagt und hofft auf Mitstreiter in anderen Bundesländern. Der Marktanteil ausländischer und mithin unregulierter Anbieter bei Sportwetten liegt nämlich bereits bei 94 Prozent, das staatliche Monopol existiert lediglich auf dem Papier, so die Ansicht von CDU und FDP in Kiel, die gemeinsam zum FördeForum ins Kieler Landeshaus geladen hatten. 2009 sind demnach nur 500 Millionen Euro über reguläre Wettanbieter wie Oddset, Fußballtoto und Pferdewetten umgesetzt worden, dagegen steht ein geschätzter Jahresumsatz von 7,8 Milliarden Euro im unregulierten Markt. Von der Aufhebung des Internetverbots für Sportwetten und steigenden Steuereinnahmen sowie der Liberalisierung der Werbemöglichkeiten für den Lotto- und Totoblock soll dann auch der Breitensport profitieren. In der gemeinsamen Veranstaltung der Kieler Regierungsfraktionen entpuppte sich Sportmanager Reiner Calmund als leidenschaftlicher Verfechter einer verbesserten Förderung des Breiten- und Amateursports. Alle, die sich der Möglichkeit verweigerten, durch liberalisierte und kontrollierte Wettstrukturen Mehrerlöse in Millionenhöhe für die Unterstützung der ehrenamtlichen Vereinsarbeit zu generieren, „verkennen die Realitäten“, so Calmund. „Bei uns in Deutschland werden Wettanbieter von den Trikots der Sportmannschaften und den Stadion-Banden verbannt. Das betrifft auch den Amateursport. Im Fernsehen sehen wir dann Logo und Internetadresse der Anbieter bei allen europäischen Top-Vereinen, die davon profitieren.“ Deutschland dürfe sich nicht länger in der Rolle des gallischen Dorfes in der Glücksspiellandschaft gefallen, so sein Plädoyer. Kopfschütteln über die deutsche Gesetzeslage beobachtet Tennislegende Boris Becker, der mittlerweile unter die professionellen Pokerspieler gegangen ist, auch in seiner Wahlheimat England. Wetten habe dort ohnehin einen ganz anderen, quasi Lifestyle-Charakter, so Becker in Kiel. „Wetten ist dort das Normalste der Welt, für den Taxifahrer wie für den Vorstandschef. Die Diskussionen in Deutschland kann niemand auf der Insel nachvollziehen.“ Nach Ansicht von Professor Martin Nolte von der Christian-Albrechts-Universität Kiel bringt die Liberalisierung des Marktes eine erhebliche Verbesserung der Sponsoringmöglichkeiten mit sich, von denen der Profisport, aber über das Solidarprinzip auch der Amateur- und Breitensport, profitiert. „Mir leuchtet es nicht ein, warum auf diese Einnahmemöglichkeiten verzichtet werden sollte“, so der Sportrechtler, der von Mehreinnahmen in dreistelliger Millionenhöhe ausgeht. Gleichwohl müsse eine Öffnung des Wettmarktes die Integrität des Sports wahren, deshalb müsse der organisierte Sport Mitbestimmungsrechte über das Wettangebot erhalten. FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki outete sich zwar lediglich als kundiger 17+4-Spieler, verwies aber auf Millionen von ungezählten illegalen Wetten, die jeder im Freundes- und Kollegenkreis anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft eingehe. „Allein das zeigt die Absurdität des geltenden Rechts“, so der Liberale, für den angesichts des Spargebotes des Landes auch die zu erzielenden jährlichen Steuer-Mehreinnahmen von 60 bis 70 Millionen Euro alleine für Schleswig-Holstein ein gewichtiges Argument sind. Das überzeugt nach seiner Einschätzung auch die Parlamentarier in anderen Bundesländern. Seine Ansicht, auch mit Blick auf einen möglichen Alleingang Schleswig-Holsteins: „Die anderen Bundesländer werden kaum zulassen, dass wir die Sahne alleine abschöpfen.“ Nach einer aktuellen Studie mit dem Titel „Glücksspielmarkt Schleswig-Holstein 2015“ kann das Land nach einer Liberalisierung im Jahr 2015 rund 179 Millionen Euro an Steuereinnahmen aus dem Glücksspiel- und Wettensektor generieren. „Das entspricht einer Verdopplung des nach geltendem Recht absehbaren Steueraufkommens für das Jahr 2015“, unterstrich der Münchener Rechtsanwalt und Gaming Law Experte Dr. Wulf Hambach am Rande der Veranstaltung. Eigentlich Anreiz genug für die übrigen Bundesländer, angesichts der allgemeinen Kassenlage die Initiative aus Kiel zu unterstützen, so CDU-Fraktionsvorsitzender Christian von Boetticher. „Für die Förderung des gemeinnützigen Sports in Schleswig-Holstein würde das zusätzliche Mittel in Höhe von zwei bis drei Millionen Euro bedeuten“, erläuterte von Boetticher. Bislang trägt die Glücksspielabgabe zur Sportförderung 6,3 Millionen Euro bei. Für ihn ist die aktuelle Regelung, die das staatliche Sportwettenmonopol noch bis Ende 2011 festschreibt, auch deshalb dringend reformbedürftig, weil „den meisten Menschen, die irgendwo online wetten, überhaupt nicht bewusst ist, dass sie illegal spielen. Wir müssen die privaten Anbieter aus der Illegalität holen, konzessionieren und kontrollieren“, so sein Appell, den zahlreiche Zuhörer im Auditorium teilten.</p>
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		<title>Raus aus dem rechts-grauen Raum – Ein neuer Glücksspielstaatsvertrag in Schleswig-Holstein soll die Steuerquellen zum Sprudeln bringen</title>
		<link>http://ansgarlange.wordpress.com/2010/06/09/raus-aus-dem-rechts-grauen-raum-%e2%80%93-ein-neuer-glucksspielstaatsvertrag-in-schleswig-holstein-soll-die-steuerquellen-zum-sprudeln-bringen/</link>
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		<pubDate>Wed, 09 Jun 2010 22:39:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ansgarlange</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[ Berlin/Kiel &#8211; Der Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland steht wieder zur Diskussion. Das darin verankerte Staatsmonopol samt Werberestriktionen und Verbot von deutschen Online-Glücksspielen hat zu erheblichen Einnahmeneinbrüchen der staatlichen Lotterien geführt und den fiskalischen Interessen Deutschlands nachhaltig geschadet. Der Marktanteil ausländischer Anbieter bei Sportwetten liegt bereits bei rund 94 Prozent, das staatliche Monopol existiert nur noch auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=ansgarlange.wordpress.com&amp;blog=4882832&amp;post=291&amp;subd=ansgarlange&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Berlin/Kiel &#8211; Der Glücksspielstaatsvertrag in Deutschland steht wieder zur Diskussion. Das darin verankerte Staatsmonopol samt Werberestriktionen und Verbot von deutschen Online-Glücksspielen hat zu erheblichen Einnahmeneinbrüchen der staatlichen Lotterien geführt und den fiskalischen Interessen Deutschlands nachhaltig geschadet. Der Marktanteil ausländischer Anbieter bei Sportwetten liegt bereits bei rund 94 Prozent, das staatliche Monopol existiert nur noch auf dem Papier.  „Folgen der restriktiven Vorschriften sind insbesondere teils starke Umsatzeinbrüche der staatlichen Glücksspielanbieter und das weitere Wachstum des Online-Sektors. Dieser arbeitet inzwischen vollständig im rechts-grauen Raum. Private, ehemals deutsche Unternehmen wanderten ins Ausland ab“, schreibt das Beratungsunternehmen Goldmedia <a href="http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.goldmedia.com%2F" target="_blank"></a><a href="http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.goldmedia.com" target="_blank">http://www.goldmedia.com</a> in seiner Studie „Glücksspielmarkt Deutschland 2015“ <a href="http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fservice.gmx.net%2Fde%2Fcgi%2Fderefer%3FTYPE%3D3%26amp%3BDEST%3Dhttp%253A%252F%252Fwww.goldmedia.com%252Fpresse%252Fnewsroom%252Fprognosen-gluecksspielmarkt-deutschland-bis-2015.html" target="_blank"></a><a href="http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.goldmedia.com%2Fpresse%2Fnewsroom%2Fprognosen-gluecksspielmarkt-deutschland-bis-2015.html" target="_blank">http://www.goldmedia.com/presse/newsroom/prognosen-gluecksspielmarkt-deutschland-bis-2015.html</a>.</p>
<p>Schleswig-Holstein möchte dem ökonomisch unsinnigen Glücksspielstaatsvertrag, unter dem insbesondere auch die Soziallotterien leiden, nun ein Ende machen. Vor der Bundespressekonferenz in Berlin haben daher die schleswig-holsteinischen Landtagsfraktionen von CDU und FDP die Eckpunkte eines eigenen Entwurfs für einen neuen Glücksspielstaatsvertrag vorgestellt. Wesentliche Punkte für den Bereich der Lotterien sind die Aufhebung des Internetverbots und der Genehmigungserfordernisse für die Vermittlung staatlich veranstalteter Lotterien sowie eine angemessene Lockerung der Werbe- und Vertriebsbeschränkungen. Die Aufgaben der bisher 16 Glücksspielaufsichtsbehörden sollen zentral in einer neu zu schaffenden „Deutschen Prüfstelle für Glücksspielwesen&#8220; gebündelt werden.  </p>
<p>Die aktuelle Studie „Glücksspielmarkt Schleswig-Holstein 2015“ <a href="http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.timelaw.de%2F" target="_blank"></a><a href="http://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Fwww.timelaw.de" target="_blank">http://www.timelaw.de</a> untermauert die positiven Aussichten für Schleswig-Holstein, falls die Kieler Landesregierung eine vernünftige Reform und damit eine teilweise Öffnung des Marktes für Glücksspiel auf den Weg bringen sollte. Aufgrund der restriktiven Gesetzgebung sind die Glücksspiel-Steuereinnahmen durch Lotto und Spielbanken in Schleswig-Holstein zwischen 2007 und 2009 von 144,4 Millionen Euro auf 126,3 Millionen Euro zurückgegangen. Das Gutachten von Goldmedia zum Glücksspielmarkt in Schleswig-Holstein geht davon aus, dass man in Schleswig-Holstein im Jahr 2015 rund 179 Millionen Euro Glücksspiel-Steuereinnahmen generieren könnte. „Dies entspräche einer Verdopplung des Steueraufkommens, welches nach bestehender Regulierung im Jahr 2015 erwartbar ist. Kumuliert könnten so bis zum Jahr 2015 Steuereinnahmen von rund 283 Millionen Euro mehr erzielt werden“, zitiert Rechtsanwalt Dr. Wulf Hambach aus der wissenschaftlichen Studie. Nach dem Scheitern des aktuellen Glücksspielstaatsvertrags wollen die schleswig-holsteinischen Landtagsfraktionen von CDU und FDP das Gespräch mit anderen Bundesländern suchen.</p>
<p>Online-Casinospiele und Wetten im Internet allerdings finden zurzeit noch im Schwarzmarkt statt. „Ein Schutz der Spieler, eine Kontrolle und eine Kanalisierung sind zurzeit nicht möglich, und die Anbieter zahlen in Deutschland auch keinerlei Abgaben. Unser Entwurf soll hier Abhilfe schaffen und diesen Bereich in geordnete, legale Bahnen lenken“, erklärte FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki. Ziele seien ein wirksamer Jugend- und Spielerschutz sowie eine wirksame Suchtprävention und -bekämpfung. „Zugleich bietet unser Vorstoß aber auch die Möglichkeit, einen erheblichen Teil der Einnahmen für die Förderung gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke zu verwenden“, stellte der FDP-Politiker fest.</p>
<p> Der CDU-Abgeordnete Hans-Jörn Arp erläuterte das weitere Vorgehen. Er stellte fest, dass der Vorschlag im Einklang mit dem europäischen Recht stehe. So sei er eng an der dänischen Regelung ausgerichtet, die bereits von der Kommission notifiziert wurde. „Wir haben jedoch ganz bewusst einzelne Bereiche noch nicht abschließend geregelt. Dies soll in den nächsten Monaten in enger Abstimmung mit den anderen Bundesländern und teilweise auch dem Bund erfolgen“, so Arp. Online-Anbieter sehen der Bewegung in Deutschland optimistisch entgegen: „Die weltweit größte Pokerschule freut sich auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Aufsichtsbehörde und dem Land Schleswig-Holstein&#8220;, so Sven Stiel (PokerStars.de, Isle of Man).</p>
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